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Ölfirmen versus House-Partys.

Ölfirmen versus House-Partys.

Ibiza ist die House-Hochburg des Mittelmeers. Doch das kümmert die Wale, Delphine und Fische wenig. Sie können gut leben mit den wummernden Bässen. Lärmgefahr droht von woanders: von der Ölindustrie. In den Gewässern rund um Ibiza soll bald nach Öl gesucht werden. Dabei kommen Schallkanonen zum Einsatz, die so extrem laut sind, dass die Meerestiere in Panik geraten, stranden oder auf offener See sterben.

Um diese Tragödie zu verhindern, wurde für OceanCare eine Online-Kampagne realisiert. Kernstück ist ein witziger Viral-Spot – mit einem tanzenden Kugelfisch als tragische Figur.

Er leitet über zur Website www.silentoceans.org. Dort werden die Besucher aufgefordert, bei der spanischen Regierung gegen die geplante Ölsuche zu protestieren. Insgesamt wurden in 2 Wochen über 200’000 Unterschriften gesammelt und der spanischen Regierung übergeben.

Der Spot ist im Rahmen von «Silent Oceans» entstanden, der internationalen Kampagne gegen Unterwasserlärm.

Plastik statt Plankton.

Plastik statt Plankton.

Wer in den letzten Jahren einen Strandspaziergang gemacht hat, hat es mit eigenen Augen erlebt: Plastikmüll ist überall und es ist so gut wie unmöglich, einen Kubikmeter Meerwasser zu finden, der nicht mit Kunststoff verunreinigt ist – von der im Wasser treibenden Plastiktüte hin zum mikroskopisch grossen Schwebeteilchen. Für die Meeresbewohner ist das eine tödliche Bedrohung, denn die Abfälle vergiften sie oder verstopfen ihre Mägen. OceanCare setzt sich in nationalen und internationalen Projekten dafür ein, die Meerestiere vor dem Plastikmüll zu schützen.

Um die Öffentlichkeit für diese Problematik zu sensibilisieren, unterstützt Spinas Civil Voices die Organisation mit der Kreation und Realisation einer neuen Print-Kampagne. In einer plakativen Begegnung von Müll und Meeresbewohnern inszenieren die Inserate, warum Plastikmüll in den Ozeanen so verhängnisvoll ist: Es dauert Jahrhunderte, bis er sich zersetzt.

Sei solidar.

Sei solidar.

Mit Virals, die sich gegen die Machenschaften von Nespresso oder der Fifa gerichtet haben, hat Solidar Suisse – früher Schweizerisches Arbeiterhilfswerk – in den letzten Jahren im Netz eine grosse Bekanntheit erschaffen.
Damit in Zukunft aber noch mehr Menschen der Name Solidar vertraut ist, hat die Organisation zusammen mit Spinas Civil Voices einen Imagespot kreiert, der in diesen Tagen on air geht. Mit Witz und schrägen Bildern appelliert der Spot an mehr Solidarität im täglichen Leben und auf der ganzen Welt.

Blatters Auftritt auf RTL.

Blatters Auftritt auf RTL.

Mit dem tanzenden Sepp Blatter haben wir im 2012 für Solidar Suisse eine virale Kampagne gemacht und damit Druck auf den Weltfussballverband FIFA und ihren Präsidenten Sepp Blatter ausgeübt.

Über 400’000 Menschen haben damals den Viral gesehen und geteilt. Jetzt sind noch einmal ein paar Millionen Betrachter dazugekommen. Im Zuge der aktuellen FIFA-Präsidentenwahl hat nämlich der deutsche Comedian Kaya Yanar mit dem Clip einen witzigen RTL-Beitrag gestaltet. Kuckst du!

Sankt Doris sammelt 107’765 Unterschriften.

Sankt Doris sammelt 107’765 Unterschriften.

Umweltministerin Doris Leuthard hat zwei Seelen in ihrer Brust. Einerseits initiierte sie nach Fukushima umgehend den Atomausstieg und kämpfte im Nationalrat beherzt für die Energiewende. Andererseits agiert sie äusserst zögerlich bei den Klimaschutzzielen der Schweiz. Darum startete die aus über 60 Schweizer NGOs zusammengesetzte Klima-Allianz eine Unterschriftensammlung der besonderen Art.

Seit Dezember letzten Jahres warb St. Doris, die innere Stimme von Doris Leuthard, auf Facebook, Twitter und via E-Mail um Unterstützung nach dem Motto: Bitte helft mir, aus der Umweltministerin eine Klimaschutzpatronin zu machen. Denn 2015 steht eine grosse Entscheidung an. Ende Jahr soll – ach was: muss an der Klimakonferenz in Paris ein neues Klimaabkommen zustande kommen.

107’765 Menschen sind ihren regelmässigen Aufrufen gefolgt und haben die Petition für eine gerechte Klimapolitik der Schweiz unterschrieben. Die Übergabe erfolgte am 28. Mai in Bern.

Nachdem jetzt so viele Mitstreiter/innen die Rolle des Klimagewissens übernommen haben, zieht sich St. Doris wieder aus der Öffentlichkeit zurück und schliesst ihre Social Media Profile. Natürlich nicht, ohne sich in einem offenen Brief für die grosse Unterstützung zu bedanken und Doris Leuthard ein letztes Mal ins Gewissen zu reden (siehe unten).